Was ist eine Schutzart?

Laut Definition gibt die Schutzart die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln (in unserem Fall Leuchten) für verschiedene Umgebungsbedingungen an. Zusätzlich wird der Schutz von Menschen gegen potentielle Gefährdung bei deren Benutzung.

Außenleuchten sind das ganze Jahr über den unterschiedlichsten Witterungen ausgesetzt. Daher müssen sie vor Wind und Wetter geschützt sein. Aber nicht nur Strom und Wasser vertragen sich bei Leuchten nicht, auch Staub und feste Fremdkörper können Leuchten schaden. In welchem Bereich eine Außenleuchte eingesetzt werden darf, d.h. wie wetterfest und widerstandsfähig sie ist, erkennen Sie an der angegebenen IP-Schutzart.

Die Ergänzung IP steht bei Lampen für „International Protection“, sprich Internationaler Schutz. Im englischsprachigen Raum wird IP auch gerne mit „Ingress Protection“ angegeben, dies bedeutet auf Deutsch soviel wie „Schutz gegen Eindringen“. D.h es geht im Wesentlichen darum, kann Feuchtigkeit oder Fremdkörper in das Gehäuse einer Leuchte eindringen und dort die Elektrik beschädigen!

Die IP-Schutzart besteht aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer bezieht sich dabei auf den Schutz gegen fester Fremdkörper und die zweite Ziffer auf Schutz gegen Wasser. Im folgenden Abschnitt werden wir näher erläutern, was welche IP-Kombination bedeutet und wo sie dann Ihre Außenleuchte verwenden dürfen.

Häufig werden die beiden Begriffe Schutzart und Schutzklasse vertauscht und durcheinandergebracht. Jedoch ist die Schutzart von der elektrischen Schutzklasse zu unterscheiden. Wie bereits beschrieben, definiert die Schutzart den Schutz der Leuchte gegen Berührung, Eindringen von Fremdkörpern und Wasser sowie die Stoßfestigkeit. Schutzklassen hingegen teilen, vereinfacht gesagt, elektrische Betriebsmitteln auf Grund der Maßnahmen zur Verhinderung eines elektrischen Schlags ein.

[the_ad_group id=“52″]

Die benötigte IP-Schutzart für außen

Je nach Standort um das Haus unterscheidet sich die geforderte Schutzart je Leuchte. Im folgenden werden wir nicht alle Zahlenkombinationen aus der ersten und zweiten Kennziffer eingehen, sondern die gängigen Schutzarten für den Außenbereich eingehen. Die Angaben basieren dabei auf die DIN EN 60529.

IP 23: Die Schutzart IP23 reicht für Leuchten aus, die unter einem kleinen Vordach oder Überstand installiert werden. Die Leuchten sind gegen den Zugang mit dem Finger und gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser von >12mm geschützt. Zusätzlich halten sie gegen schräg fallende Wassertropfen aus beliebigem Winkel bis zu 60° aus der Senkrechten stand.

IP 44: Diese Schutzart ist die Voraussetzung für die meisten Außenleuchten, damit sie überhaupt im Außenbereich eingesetzt werden können. IP 44 bedeutet, dass die Außenleuchte gegen feste Fremdkörper von 1mm geschützt sind und zusätzlich spritzwassergeschützt von allen Seiten sind. Ein Beispiel hierfür sind Wegeleuchten.

IP 54: Die Technik ist nicht komplett staubdicht, aber gegen viel Staub geschützt. Zusätzlich ist die Leuchte gegen Spritzwasser aus jeder Richtung geschützt.

IP 65: Leuchten, die die Schutzart IP65 haben, sind vollständig gegen das Eindringen von Fremdkörpern geschützt. Darüberhinaus sind sie gegen Stahlwasser geschützt. Diese Leuchten könnten daher bedenkenlos mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden. Als Beispiel kann man Bodeneinbaustrahler unter Vordächern nennen.

IP 67: Besonders für Bodeneinbauleuchten, die nicht unter einem Vordach oder ähnlichem eingebaut sind, sollten mit der Schutzklasse IP67 gekennzeichnet sein. Diese Leuchten können bei z.B. starkem Regen kurzzeitig unter Wasser sein ohne eine Schaden davon zu tragen. Zusätzlich sind die Leuchten komplett gegen das Eindringen von Fremdkörpern geschützt.

IP 68: Das typische Beispiel für Leuchten mit IP68 sind Teichleuchten. Folglich sind diese Außenleuchten wasserdicht und für einen dauerhaften Betrieb unter Wasser geeignet.

Wer sich einen genauen Überblick über die Schutzarten nach DIN EN 60529 machen möchte, kann sich hier eine genaue Tabelle herunterladen.