Welche Wege sollten beleuchtet werden?

Bei der Planung der Wegbeleuchtung außen* um Ihr Haus müssen Sie wissen, welche Wege regelmäßig oder gelegentlich genutzt werden und daher beleuchtet werden sollten. Wichtig ist es Stolperfallen für Sie und Ihre Besucher sichtbar zu machen, um Verletzungen zu verhindern. Wer hat sich nicht schon einmal im Dunkeln den Fuß verknackst, weil einen Gegenstand nicht gesehen hat. Dies kann man aber leicht verhindern und wir zeigen Ihnen wie!

Wo wird häufig Licht benötigt? Auf dem Gehweg zu Ihrem Hauseingang, an Ihrer Auffahrt, Wege durch den Garten oder auch Verbindungswege zwischen Haus und Garage. Besonders wichtig ist die Wegbeleuchtung außen bei Treppen oder Baumwurzeln.

Und selbst, wenn Sie nicht gleich nach der Planung eine Wegeleuchte*, oder auch Pollerleuchte genannt, installieren möchten, wäre es sehr wichtig Erdkabel an die entsprechenden Stellen zu verlegen. So kann man später bequem Leuchten installieren, ohne große Erdarbeiten durchführen zu müssen.

Wer auch nicht unbedingt rund um das Haus Dauerlicht haben möchte, kann eine Wegbeleuchtung mit Bewegungsmelder* anbringen. So wird das Licht immer nur dann angeschaltet, wenn es auch tatsächlich benötigt wird. Zusätzlich spart man dadurch Energie. Und ein positiver Nebeneffekt der Wegbeleuchtung ist der Sicherheitsaspekt. Einbrecher, die den Schutz der Dunkelheit nutzen möchten, werden abgeschreckt.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten und Arten von Wegbeleuchtung, die rund um das Haus installiert werden kann. Im Folgenden werden Ihnen verschiede Arten von Leuchten vorgestellt und auf Themen eingegangen, die für die Installation einer Wegbeleuchtung wichtig ist.

All diese Punkte sollten Sie lesen, bevor Sie Wegbeleuchtung kaufen:

Welche Arten von Wegbeleuchtung außen gibt es?

Bei den Arten von Wegeleuchten muss man zwei verschiedene Einsatzgebiete unterscheiden: den privaten Bereich und den öffentlichen Bereich. Zum öffentlichen Bereich zählen dabei Parks, Spielplätze von Gemeinden, Kommunen. In diesem Beitrag soll es schwerpunktmäßig um den privaten Bereich, also Ihr Haus und Garten, gehen. Für den Öffentlichen Bereich gibt es Sondervorschriften, wie beispielsweise Schutz vor Vandalismus, die separat vertieft werden müssten.

Im wesentlichen unterscheidet man zwei Arten von Wegbeleuchtung außen: Die Aufbauleuchte am Wegesrand oder die Bodeneinbauleuchte im Weg. Die Aufbauleuchte am Wegesrand gibt es als große Pollerleuchte oder als kleine Aufbauleuchte mit ein- oder mehrseitigem Lichtaustritt. Die Einbauleuchten im Weg kann man noch nach der Abstrahlung des Lichts unterscheiden – nach oben strahlend und zur Seite strahlend.

Große Wegbeleuchtung stehend – Pollerleuchte

Große Pollerleuchten oder auch Stehleuchten sind in der Regel von 50cm bis zu 120cm hoch. Stehlampen als Wegbeleuchtung außen gibt es mittlerweile in verschiedenen Farben, Designs sowie aus den unterschiedlichsten Materialien. Sie stellen ein dekoratives Highlight entlang des Weges dar. Besonders an Stellen, an denen man keine Einbauleuchten montieren kann, werden Stehleuchten verwendet. Ebenso werden große Wegeleuchten bevorzugt an Weg-Kreuzungen sowie an Kurven installiert. Durch die erhöhte Position der Lichtquelle lassen sich größere Flächen als bei niedrigen Leuchten beleuchten. Im Vergleich zu Bodeneinbaustrahlern ist der Installationsaufwand geringer. Wichtig bei der Planung ist, dass die Erdkabel im Vorfeld an die entsprechenden Stellen verlegt werden.

Kleine Aufbauleuchte mit unterschiedlichem Lichtaustritt

Kleine Aufbauleuchten bewegen sich in einer Höhe von bis zu 50cm. Es gibt sie mit ein- und zweiseitigem Lichtaustritt. Gerne kann man mit diesem spielen und noch mehr Akzente in seinem Garten setzen. Auch diese Wegbeleuchtung außen setzt man gerne an Wegkreuzungen oder -biegungen ein. Die kleinen Aufbauleuchten erhält man bei Fachhandel mit Bewegungsmelder und sogar mit einer eingebauten Steckdose. Eine solche kann einem gerade bei Gartenarbeit eine große Hilfe darstellen. Man muss dann nicht immer ein Kabel durch den ganzen Garten verlegen.

Einbauleuchte – Licht strahlt noch oben oder zur Seite

Neben Aufbauleuchten bzw. Pollerleuchten gibt es als Wegbeleuchtung außen noch Einbauleuchten. Diese eignen sich besonders um Wege oder Einfahrten zu markieren. Mit dem Licht wird der Wegverlauf dargestellt. Sie sollten nur darauf achten, dass die Einbauleuchten den Fußgänger nicht blenden. Das bedeutet, dass entsprechende Leuchtmittel eingebaut werden oder bereits der Hersteller beispielsweise ein Milchglas etc. verwendet hat.

Zusätzlich gibt es Einbauleuchten*, die auf den Weg abstrahlen. Diese haben den Vorteil, dass Sie die Personen nicht blenden, da sie nicht nach oben, sondern zur Seite abstrahlen. Optisch ist es Geschmacksache, was man in seinen Weg einbauen möchte. Wobei ganz klar die Einbauleuchten mit nach oben abstrahlendem Licht in Massen produziert und eingebaut werden.

Anbei ein kleiner Überblick zu Bodeneinbau- bzw. -Aufbaustrahler – alle findet ihr unter Bodeneinbaustrahler*!

Wegbeleuchtung außen mit Bewegungsmelder*

Sie laufen auf Ihre Haustür zu und das Licht am Weg geht automatisch an – ist das nicht toll. Vor allem ist dies mit einfachen Mitteln umzusetzen. Im Idealfall kaufen Sie sich eine Wegbeleuchtung mit integriertem Bewegungsmelder* oder auch Präsenzmelder. Somit können Sie Ihre Leuchten effektiv und sparsam steuern.

Bei einem Bewegungsmelder sollten Sie auf den Erfassungswinkel achten. In der Regel reicht für Wegbeleuchtung außen ein Winkel von 120 Grad. Wollen Sie aber auf Nummer sicher gehen und stets flexibel bleiben, müssten Sie zu einem Model mit einem Erfassungswinkel von 360 Grad greifen. Bei solchen Bewegungsmeldern kann man den gewünschten Erfassungs-Bereich mit entsprechenden Blenden selbst einrichten.

Ein Bewegungsmelder  oder Präsenzmelder erhöht auch den Schutz vor Einbrechern, die gerne die Dunkelheit ausnutzen. Sobald sich ein ungebetener Gast nähert, geht die Beleuchtung an und schreckt einen Großteil der Einbrecher ab.

Ein eingebauter Dämmerungssensor sorgt dafür, dass die Wegelampen auch tatsächlich erst einschalten, wenn die Dunkelheit eintritt. Somit kann verhindert werden, dass die Wegbeleuchtung außen versehentlich tagsüber brennt und unnötig Energie verbraucht.

Solarleuchten als Wegbeleuchtung außen – gibt es das?

Selbstverständlich gibt es Solarleuchten als Wegbeleuchtung*. Die Vorteile liegen ganz klar in der Solartechnik. Für die Installation von solarbetriebenen Wegeleuchten benötigen Sie keinen Fachmann, da kein Strom benötigt wird. Zusätzlich erspart man sich das „Verstecken“ der Kabel.

Man muss aber ganz klar bei Solar-Wegeleuchten zwischen den günstigen Modellen aus dem Baumarkt und hochwertigen Solar-Pollerleuchten unterscheiden. Die günstigeren Modelle, die meist bunt leuchten und man mit einem kleinen Kunststoff-Erdspieß im Boden befestigt, sind reine Orientierungsleuchten. Aber immer mehr Hersteller bieten mittlerweile hochwertige, schön designte und stabile Solar Wegbeleuchtung außen an. Nur diese Leuchten sind meist dann auch nicht günstig. Dafür sorgt die eingebaute LED-Technik und ein hochwertiger Akku für eine helle und vor allem auch langanhaltende Beleuchtung Ihrer Wege. Gute Solarleuchten haben dabei eine Leuchtdauer von rund 8-10 Stunden.

Wird die ganze Solar-Wegeleuchte jetzt noch mit einem Bewegungsmelder* ergänzt, sparen Sie noch mehr Energie. So gibt es die Möglichkeit, dass die Wegbeleuchtung außen entweder ganz aus ist und nur angeht, wenn der Sensor anspricht. Oder die Leuchte gibt bei Eintritt der Dunkelheit ein Orientierungslicht ab und sobald eine Bewegung registriert wird, dimmt sich sie sich hoch und wird hell.

Welche Leuchtmittel sind optimal?

Früher wurden Leuchten gerne mit Halogen oder Energiesparmitteln ausgerüstet. Auf Grund der technischen Entwicklung werden aber heutzutage nur noch LEDs* in die Wegeleuchten eingebaut. Diese haben den Vorteil, dass sie im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln bis zu 90% weniger Energie benötigten. Zusätzlich ist die Lebensdauer um ein vielfaches länger als die übliche Glühlampe: Mit aktuellen Produktionsverfahren lassen sich bereits Leuchten mit über 50.000 Stunden herstellen. Und umweltfreundlich sind sie obendrein auch noch, da sie nicht wie die Energiesparlampen Quecksilber enthalten.

Durch den geringen Platzbedarf für LED-Chips im Vergleich zu Eergiesparlampen lassen sich sehr schöne und auch kleine Leuchten designen. Somit können Sie Ihr Haus und Ihren Garten mit formschönen Leuchten beleuchten und Highlights setzen. Wer natürlich noch „alte“ Pollerleuchten besitzt, muss diese jetzt nich abbauen und entsorgen. Auch Sie können Energie sparen und problemlos auf LED umsteigen. Dies ist mit den neuen LED-Retrofit-Leuchtmitteln kein Problem mehr. Die Leuchtmittel können in herkömmliche Fassungen wie beispielsweise eine E27 Fassung eingesetzt werden.

Welche Materialien eignen sich gut für Wegeleuchten?

Wegbeleuchtung außen sollte aus witterungsbeständigen, stabilen Materialien hergestellt sein. Hierzu gehören Edelstahl, Aluminium aber auch Kupfer oder Messing. Sie sollte vor dem Kauf die dicke des Materials überprüfen. Gerne sparen Hersteller hier am Material und die Leuchten stehen dann nicht stabil. Bei manchen Modellen ist der Sockel selbst aus Stein. Das Leuchtmittel selbst ist entweder von Kunststoff oder Glas umgeben, wobei eher Milchglas zu empfehlen ist. So ist sich bildendes Kondenswasser nicht zu sehen.

Hilfreiche Ergänzung – Steckdose?

Eine eingebaute Steckdose* in der Wegbeleuchtung außen kann sich als absolut hilfreiches Extra herausstellen. Natürlich nicht in allen Leuchten! Aber wer entlang des Weges eventuell 1-2 Wegeleuchten mit eingebauter Steckdose installiert, wird darüber später noch froh sein. Eine oder mehrere Steckdosen sind am Fuß der Wegbeleuchtung angebracht. Egal ob man die Weihnachtsbeleuchtung oder andere Gartengeräte wie den Rasenmäher oder die Heckenschere bedienen möchte, man muss jetzt nicht noch zusätzlich Kabel im Garten verlegen.

Wo ist Wegbeleuchtung außen am besten anzubringen?

Positionierung der Wegeleuchten

Sie kennen selbst Ihren Garten am besten. Wichtig ist, dass alle Stolperfallen ausreichend beleuchtet werden und man somit Unfällen vorbeugt. Eine Wegbeleuchtung außen sollte daher an kurvigen, steilen und unebenen Wegabschnitten angebracht werden. Gerne sind hier Wurzeln von Bäumen immer eine mögliche Stolperfalle. Ebenso ist es absolut empfehlenswert Treppenaufgänge immer zu beleuchten. Für Ihre Sicherheit sollten vor allem auch noch die Bereiche zu Ihrem Hauseingang sowie der Garageneinfahrt gut bedeutet sein. Somit hält man Einbrecher von seinem Eigentum fern.

Wie weit sollten nun die Wegeleuchten voneinander installiert werden? Dies kann man nicht generell beantworten, da der Abstand von den Leuchten selbst abhängt. Als Tipp gilt, lassen Sie keine starken Kontraste zwischen hellen und dunklen Abschnitten entstehen. Dies bedeutet, dass die Leuchten nah genug aufgestellt werden sollten, dass keine „dunklen Löcher“ dazwischen entstehen. Denn gerade das menschliche Auge hat Schwierigkeiten sich schnell an die immer abwechselnden Lichtverhältnisse anzupassen. Besonders an Kreuzungen von Wegen muss daher immer eine Leuchte angebracht werden. Es empfiehlt sich hier eine „höhere“ Leuchte – sprich eine Standleuchte. Bei großen Pollerleuchten sitzt der Lichtpunkt – das Leuchtmittel – höher und dadurch kann eine größere Fläche abgedeckt und beleuchtet werden. Für die „normalen“ Wege werden häufig auch niedrige Leuchten oder Einbaustrahler als Orientierung verwendet. Gerne darf man kreativ sein und verschiedene Wegbeleuchtung außen kombinieren.

Belastbarkeit von Bodeneinbaustrahlern

Je nachdem wo Sie die Einbaustrahler montieren möchten, müssen Sie überprüfen, ob die Strahler begehbar oder befahrbar sind. An Gartenwegen oder generell auf Fußwegen reicht eine begehbare Wegbeleuchtung aus. Aber in Hofeinfahrten oder unter Carports sind befahrbare Einbaustrahler eigentlich Pflicht. In der Praxis lässt sich jedoch beobachten, dass die meisten Hersteller die gesetzlichen Vorgaben für befahrbare Leuchten nicht umsetzen. Die gesetzlichen Hürden sind dabei sehr hoch bzw. die Kosten für die einzelnen Prüfungen sind enorm teuer, so dass ich der Aufwand für die Bodeneinbaustrahler nicht rechnet.

Daher verwenden namhafte Hersteller nicht das Wort befahrbar, sondern beschreiben, dass ihre Einbauleuchten mit luftgefüllten Reifen überrollt werden können. Ergänzt wird das Ganze mit dem Hinweis, dass die Leuchten in Fahrspuren, wo sie Belastungen wie Beschleunigung, Richtungswechsel oder Bremsen ausgesetzt sind, nicht eingesetzt werden dürfen. Von daher werden sie weniger befahrbare Bodeneinbaustrahler auf Grund der enormen Hürden der Gesetzgebung im Handel finden. Jedoch sollte in der Regel überrollter ausreichen, da ja niemand genau in die Fahrspur eine Leuchte einbaut. Die Garageneinfahrten sollen ja von außen schön ins Szene gesetzt werden.

Befestigung von Pollerleuchten – Schutz vor Vandalismus!

Um eine Wegbeleuchtung langfristig sicher entlang des Weges zu befestigen, benötigen Sie am besten ein solides, frostsicheres Fundament. Damit sorgen Sie dafür, dass die Leuchte gerade stehen bleibt und auch dies bei Wind und Wetter so bleibt. Sie können das benötigte Fundament entweder selbst herstellen oder einen fertigen Fundamentblock kaufen.

Diesen Aufwand sollten Sie vor allem für hochwertige Leuchten betreiben, die Sie langfristig um Ihr Haus befestigen möchten. Ansonsten gibt es noch Wegbeleuchtung außen, die mit einem Erdspieß im Boden befestigt werden. Damit bleiben Sie etwas mehr flexibel.

Im öffentlichen Bereich oder auf Wegen, die direkt von der Straße zu erreichen sind, sind fest verschraubte Wegleuchten zu bevorzugen. Diese sind nicht so leicht zu entwenden. Für Kommunen etc. ist dies beispielsweise sogar vorgeschrieben.

Welche IP-Schutzart ist für eine Wegbeleuchtung notwendig?

Jede Außenleuchte bekommt irgendwann gezwungenermaßen einmal Regenwasser ab. Da Wasser und Elektrizität in Kombination absolut gefährlich sind, gibt es Vorschriften für Außenleuchten. Diese müssen eine bestimmte IP-Schutzart ausweisen, ansonsten dürfen Sie gar nicht auf dem Markt vertrieben werden. Wird eine Leuchte nicht direkt unter einem Überstand installiert, was bei Wegleuchten sicher nicht der Fall ist, ist die gesetzliche Mindestanforderung die Schutzart IP44. Eher wird für Wegeleuchten außen IP65 empfohlen. Damit sind die Leuchten nicht nur gegen Strahlwasser geschützt, sondern auch staubdicht. Solche Leuchten können bedenkenlos mit dem Gartenschlauch abgespritzt und gereinigt werden. Weitere Informationen zu Schutzklassen und deren Bedeutung finden sind im BeitragSchutzarten!

Wegbeleuchtung außen anschließen!

Die Installation von von Wegbeleuchtung sollte ausnahmslos durch einen Fachmann erfolgen. Die Leuchten müssen mit Netzstrom versorgt werden und hier ist der Elektriker gefragt. Jeder selbst ernannte Hobbyhandwerker sollte sich NICHT an Elektrizität heranwagen, da dies lebensgefährlich ist. Solarleuchten können selbstverständlich ohne Fachmann aufgestellt werden!

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